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Teammanagerbericht: SC Eilbek II

Autor: Klaus Pablo Torgau

06.03.2017

Guter Start ins Jahr - Lammert mit Dreierpack

Kreisliga 5 | Teammanagerbericht SC Eilbek II

Nach einer durchwachsenen Wintervorbereitung war das erste Spiel des Jahres für den SC Eilbek II nicht nur eine Standortbestimmung, sondern zugleich ein wichtiges Duell im Kampf gegen den Abstieg. Beim 1. FC Hellbrook, deren Trainer Patrick Sadownik unter der Woche seinen 35. Geburtstag feierte, war es ein klassisches Sechs-Punkte-Spiel auf einem schwer zu bespielenden Acker. Der insgesamt sehr souveräne Schiedsrichter Jörn Ole Sendel ließ vorab verkünden, dass bei Einsetzen von Regen die Partie wohl abgebrochen werden würde, zum Glück blieb es bis Spielende trocken. Mit neuen Gesichtern reiste Eilbek an den Edwin-Scharff-Ring, Dennis Dahms (Tralauer SV) und Amritpal Singh (pausierte) standen zwei Neue im Kader, ebenso wie die aus der aufgelösten dritten Mannschaft aufgerückten Ben Bryde, Fabian Müller und Tobias Marschler.


Die Partie begann temporeich, den ersten Abschluss hatte Hellbrook nach einem Freistoß aus dem Halbfeld, doch Manuel Eggers drosch den Ball aus dreizehn Metern über den Zaun. Eilbek war gegen den Ball im 4321-System sehr kompakt und ließ keinerlei Räume zu, konnte stattdessen nach vorne Akzente setzen, die erste Halbchance hatte Bruchhäuser aus der Distanz. Nach einer Viertelstunde gab es den ersten Brustlöser für Eilbek, ein langer Ball von Sager überrumpelte den heute völlig indisponierten Rechtsverteidiger Dennis Baumgart, der bei seinem Abwehrversuch den Ball noch mit dem Scheitel verlängerte, so stand Artur Lammert nicht im Abseits und lief allein aus halblinker Position aufs Tor zu, wackelte noch einmal mit dem Hintern bis Kreschtschuk sich für eine Ecke entschieden hatte und schob dann überlegt zum 0:1 ins kurze Eck.

Fünf Minuten später konnte der SCE nachlegen, nach einem Eckstoß wurde Sager in der Luft mit beiden Händen gestoßen, tölpelhaftes Zweikampfverhalten bei Hellbrook in dieser Szene, Sendel musste auf Strafstoß entscheiden. Eilbeks erst zweiter Elfmeter diese Saison, schon im Hinspiel gab es einen. Dieses Mal nahm sich Marius Bruchhäuser der Sache an und besorgte souverän das 0:2. Zwar war Keeper Kreschtschuk in der richtigen Ecke, doch der Penalty ging direkt unter die Latte, ein erstklassig geschossener Strafstoß.

Nach einer halben Stunde hätte Eilbek schon den Deckel drauf machen können, der bärenstarke Amritpal Singh und Lammert hatten freie Bahn aufs Tor, doch Singh wollte Kreschtschuk umspielen anstatt einfach querzulegen und blieb am Schlussmann hängen, das sichere 0:3 wurde verschoben. Eine ähnliche Szene gab es kurz darauf als Horn und Lammert frei vor dem Hellbrooker Tor standen und Horn sich für einen – miserabel durchgeführten – Torschuss entschied und vorbei schoss. Glücklicherweise hatte der Assistent die Fahne gehoben, Lammert hätte Horn wohl den Kopf abgerissen.

Mitten aus dem Nichts wurde es vor dem Eilbeker Tor gefährlich, nach einem Kopfball in Folge eines Freistoßes musste Marc Schultz sein ganzes Können aufbringen, um den wuchtigen Kopfstoß noch um den Pfosten zu lenken. Für ein großes Aufbäumen auf Hellbrooker Seite sorgte die Szene nicht, zu überlegen war der SCE, der nach Vorlage von Lammert für Singh noch hätte erhöhen können, doch ein Abwehr-Bein im Fünfmeterraum konnte den nächsten Einschlag verhindern. Eilbek erspielte sich weitere Chancen, nach einem sehenswerten und schnell vorgetragenen Konter über Bryde und Bruchhäuser schoss letzterer aus halbrechter Position knapp am langen Pfosten vorbei. Kurz vor dem Seitenwechsel war es dann aber endlich soweit, das 0:3 fiel. Ben Bryde setzte sich am rechten Strafraumrand gegen seinen Gegenspieler durch und brachte das Leder scharf in die Mitte, wo Lammert aus fünf Metern nur noch den Fuß hinhalten musste. Ein auch in der Höhe verdienter Pausenstand, der allerdings nicht dazu veranlassen sollte einen Gang herunterzuschalten.

Im zweiten Abschnitt spielte Eilbek die Partie routiniert zu Ende und kam noch zu weiteren Torchancen, so wurde Seth Drobo-Ampen zweimal im Strafraum freigespielt, einmal scheiterte der Mittelfeldspieler an Kreschtschuk, einmal schoss er knapp rechts vorbei. Neuzugang Dennis Dahms wollte neben seiner Einstandkiste wohl auch keine Kiste für sein erstes Tor mitbringen, anders ist sein Verhalten nach einem Freistoß von Lammert nicht zu erklären. Am langen Pfosten stand Dahms einen Meter vor dem Tor völlig unbedrängt, doch Dahms brachte das Kunststück fertig, den Ball noch über das Tor zu jagen.

Der erst 19-jährige Bryde hatte nach einem schönen Solo gegen drei Verteidiger kein Fortune im Abschluss, erst eine Viertelstunde vor Schluss machte Eilbek seinen vierten Treffer. Amritpal Singh war einmal mehr von seinen Bewachern nicht zu halten, seine Hereingabe von der rechten Grundlinie schob Lammert mit links gegen die Laufrichtung von Kreschtschuk zu seinem dritten Treffer des Tages in die Maschen. Kurz darauf war für Lammert Feierabend, mit Fabian Müller kam ein weiterer Jungspund in die Partie, der Sekunden nach seiner Einwechslung nach tollem Bruchhäuser-Pass an Kreschtschuk scheiterte.

Vor dem Eilbeker Tor wurde es noch einmal brenzlig, Alexander Losch war von der Strafraumgrenze nur zweiter Sieger gegen Marc Schultz, der den Ball um den Kasten lenken konnte und so Eilbek das dritte Zu-Null-Spiel dieser Saison bescherte. Am Ende steht für den SCE der vierte Auswärtsdreier in Folge und ein Vorsprung von zehn Punkten auf die Abstiegsplätze. Das 4:0 ist in der Höhe völlig in Ordnung, ein souveräner und hochverdienter Erfolg für Eilbek II, das in der kommenden Woche im Heimspiel gegen Lorbeer II einen weiteren Meilenstein im Abstiegskampf setzen kann.

Aufstellung:
Marc Schultz – Stephan Horn (83. Tobias Marschler), Hannes Twardawa, Sören Sager, Steffen Heinrich – Marius Bruchhäuser, Dennis Dahms, Seth Drobo-Ampen – Ben Bryde (75. Kassem Tohme), Artur Lammert (80. Fabian Müller) – Amritpal Singh

Tore:
0:1 Artur Lammert (16., Rechtsschuss, Sager)
0:2 Marius Bruchhäuser (21., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Sager)
0:3 Artur Lammert (43., Rechtsschuss, Bryde)
0:4 Artur Lammert (74., Linksschuss, Singh)

Gelbe Karten:
Choinka, Ötcelik, Büyükkeskin, Eggers

Schiedsrichter:
Jörn Ole Sendel (Note 1,5) – Gute Präsenz, starke Ausstrahlung, klare Linie, gute Kommunikation. Ein starker Auftritt.

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Aufstellungen

1. FC Hellbrook

Noch keine Aufstellung angelegt. (werde jetzt Teammanager dieser Mannschaft)

SC Eilbek II

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