Dittberner: „Wir sind gefühlte hundert Punkte hinten dran“

10.02.2015

Altonas Cheftrainer im Interview

 

Spricht Klartext: AFC-Coach Oliver Dittberner. Foto: noveski.com

Die Oberliga startet am Freitag mit dem Flutlichtspiel zwischen dem SC Victoria und Altona 93. Gäste-Coach Oliver Dittberner ist mit der Entwicklung seiner Mannschaft zufrieden, auch wenn man das in der Tabelle noch nicht sieht. Der Altona-Coach stand dem Sport Mikrofon Rede und Antwort.

„Ich denke, wir entwickeln uns weiter“

Sport Mikrofon: Die Oberliga startet am Freitag mit dem Duell Victoria gegen Altona 93. Was erwarten sie von dem Spiel?

Dittberner: Ich erwarte zunächst, dass es kalt wird. Man muss sehen, wie der Platz zu bespielen ist.

Zwischen Vicky und Altona herrscht eine besondere Brisanz. Ist es für Sie ein ganz normales Spiel?

Dittberner: Für uns ist das ein ganz normales Spiel. Es ist die erste Partie nach der Winterpause, da muss sich das Team erst mal finden. Ansonsten kann ich keine besondere Brisanz erkennen.

Im Hinspiel ging Vicky als Sieger vom Platz, wer gewinnt am Freitag?

Dittberner: Wir gehen davon aus, dass es dieses Mal anders läuft und wir das Spiel für uns entscheiden können.

Blicken wir noch mal zurück. Wie fällt ihr Hinrundenfazit aus?

Dittberner: Wenn man den Tabellenplatz betrachtet, kann man nicht zufrieden sein. Wenn man allerdings die Elemente unserer Arbeit ansieht, die sich nicht direkt in der Tabelle widerspiegeln, dann ist das schon okay.

Welche Dinge sind das? Woran haben Sie besonders gearbeitet?

Dittberner: Zunächst mussten wir in der Hinrunde viele neue Spieler integrieren. Wir haben dann an den offensiven und defensiven Elementen unseres Spiels gearbeitet. Ich denke, wir entwickeln uns weiter.

„Der Tabellenplatz ist einfach scheiße“

Welche Art von Fußball wollen Sie spielen?

Dittberner: Wir wollen offensiven und attraktiven Fußball bieten. Unsere Spielweise soll schon unterhaltsam sein, aber mir wäre es manchmal lieber, wir wären vorne unterhaltsamer als hinten.

Kim Helmer pausiert, Mike Keyser verlässt den Verein. Wie werden die Abgänge in der zentralen Defensive aufgefangen?

Dittberner: Neben den Abgängen haben wir ja auch Neuzugänge zu verzeichnen. Dennis Theissen ist in der Defensive flexibel einsetzbar. Auch Goran Domazet ist ein Defensivspieler, den wir einbauen wollen. Letztlich ist es ja auch die Chance für einige Spieler, die bisher hinten dran waren.

Wer kommt für die zentrale Defensivpositionen in Frage?

Dittberner: Laurel Aug, Sebastian Clausen, Matthias Ribeau, Cody Shields. Personelle Alternativen haben wir da genug.

Was ist das Ziel für die Rückrunde?

Dittberner: Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Wir wissen, dass wir auch an den Ergebnissen gemessen werden, allerdings sind uns viele andere Dinge genauso wichtig. Es ist doch so, es gibt einen interessanten Platz, das ist der Erste und der ist für uns schwer zu erreichen, da sind wir gefühlte hundert Punkte hinten dran. Der Platz, den wir im Moment innehaben, der ist einfach scheiße! Um das zu ändern, müssen wir Punkte holen. Am besten fangen wir am Freitag damit an.

Interview: Michel Massing