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17.08.2015

Rzatkowski: „Wollen auch in Leipzig drei Punkte holen“

FC St. Pauli: Guter Saisonstart nach Sieg gegen Fürth

Überragende Partie: Doppeltorschütze Marc Rzatkowski. Foto: dpa

Arm in Arm und mit freiem Oberkörper betraten die beiden Matchwinner die Mixed-Zone. Marcel Halstenberg sowie Doppeltorschütze Marc Rzatkowski waren zweifelsfrei die beiden Protagonisten der spektakulären Zweitligapartie.

Als sich Marc Rzatkowski anschließend den Hamburger Medienvertretern stellte, huschte zunächst ein Lächeln über das Gesicht des Sechsers. „Dass mir zwei Treffer gelungen sind, ist super. Letztlich ist es aber egal, wer die Tore macht. Entscheidend ist, wie wir derzeit auftreten und das macht Mut.“

Unter Ewald Lienen hat sich der Ex-Bochumer enorm entwickelt und ist derzeit im zentralen Mittelfeld nicht mehr wegzudenken. Dem Profi ist bewusst, was sein Trainer von ihm fordert: „Natürlich will unser Trainer, dass wir vorne mit reinstoßen und auch regelmäßig zum Abschluss kommen.“

Sobota zeigte sein bestes Spiel und wird immer wertvoller

Allerdings wusste Rzatkowski, bei wem er sich zu bedanken hatte. „Beim ersten Tor hat Buba ein tolles Auge bewiesen und Waldi macht es vor dem 3:1 auch richtig klasse.“ Gemeint waren die beiden Vorlagengeber Daniel Buballa und Waldmar Sobota, die über die Flügel mächtig für Betrieb sorgten. Speziell Sobota zeigte gegen Fürth sein bisher bestes Spiel im braun-weißen Dress. Lob gab es von seinem Trainer: „Waldi ist auf einem guten Weg. Es zahlt sich aus, dass er längere Zeit durchtrainiert hat und nicht wie in der letzten Saison immer wieder durch kleinere Verletzungen zurückgeworfen wurde.“

Vermutlich Muskelfaserriss bei Kapitän Gonther

Vor dem Spiel musste der Kiezclub jedoch eine Hiobsbotschaft verkraften, als sich Sören Gonther beim Warmmachen an der Wade verletzte. „Das sieht schon nach einem Muskelfaserriss aus, aber wir müssen die Bilder abwarten“, so Lienens Diagnose. Da auch Lasse Sobiech mit einer Nasennebenhöhlenentzündung ausfiel, bekam der erst 21-jährige Yannick Deichmann das Vertrauen geschenkt. Nach einer nervösen Anfangsphase fing sich der Kapitän der U23 im Laufe des Spiels aber und panzerte sich in der Schlussphase in jeden Zweikampf. Deichmann sah man nach der Partie die Strapazen an: „Natürlich bin ich kaputt, denn es ging ganz schön zur Sache. Ich bin dankbar, dass ich von der Mannschaft so gut aufgenommen worden bin und freue mich sehr über die drei Punkte.“

Durch den Erfolg gegen das Kleeblatt konnte der Fürther Heimfluch(seit 17 Jahren kein Sieg mehr am Millerntor) endlich ad acta gelegt werden. Mit nunmehr sieben Punkten aus drei Partien stehen die Kiezkicker auf den Relegationsplatz und fahren am kommenden Sonntag zum Topspiel zu RB Leipzig. Marc Rzatkowski weiß zwar um die Schwere der Aufgabe, entgegnet jedoch selbstbewusst: „Wir fahren zum Tabellenzweiten, der gleichzeitig Top-Favorit auf den Aufstieg ist. Trotzdem wollen wir auch in Leipzig die drei Punkte holen.“

Von Frank Sorgatz

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