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14.12.2016

Osdorfs Doppelschlag knackt Bethkes Bollwerk

Mit einem unter dem Strich völlig verdienten Dreier konnte sich der Turn- und Sportverein etwas von den Abstiegsplätzen absetzen. Eine couragierte Abwehrleistung von Pinnebergs „Not-Elf“ reichte nicht

Sein Tor in Minute 69 brach den Bann: Jeremy Wächter vom TuS Osdorf Foto: noveski.com

Die Nachholpartie des 18. Spieltags – das Spiel musste wegen starkem Nebel beim Stand von 1:0 für Osdorf zur Halbzeit abgebrochen werden – begann zerfahren. Die Gäste aus Pinneberg, in deren Startelf sich wegen etlicher Ausfälle mit Zaman und Jania auch zwei Akteure des Landesliga-Teams wiederfanden, versuchte vorrangig den Spielfluss der Hausherren zu unterbinden, was zunächst auch gelang. Im Zentrum bildeten Dora und Dirksen eine gute Absicherung vor der Viererkette und Luis Diaz Alvarez und Enis Ay unterstützten immer wieder die Außenverteidiger, um bei Flügelangriffen möglichst zu doppeln. Osdorf sah sich gezwungen, auf lange Bälle zurückzugreifen, die aber meist leichte Beute für Ellerbrock und Zimmermann waren. Die beste Chance des ersten Durchgangs hatte Torben Krause mit einem Freistoß aus knapp 23 Metern, der noch die Oberkante der Latte touchierte (37.).
Während Pinneberger Gegenangriffe in Halbzeit eins zumeist im Keim erstickten, gelang es Koyro in Minute 56 mal auf links durchzubrechen. Seinen Linksschuss aufs lange Eck lenkte Hencke aber noch stark um den Pfosten. Und nachdem die anschließende Ecke mehrmals nicht konsequent geklärt werden konnte, ergab sich plötzlich die Schussgelegenheit für Luis Diaz Alvarez am rechten Strafraum-Eck. Sein wuchtiger Abschluss rauschte aber knapp über den rechten Winkel.
Eine Gästeführung wäre aber nicht verdient gewesen, denn auch nach der Pause stellte Osdorf das aktivere Team. Die glasklaren Torchancen blieben aber weiter aus. Bis zur 67. Minute: Torben Krause trat in gut 30 Metern Torentfernung zum Freistoß an und jagte das Leder erneut an den Querbalken. Diesmal kam die Kugel aber zurück und eröffnete Hounsiagama die Möglichkeit, per Kopf abzustauben. Doch der Außenbahnspieler war zu überrascht und setzte den Ball links neben das Tor. Zwei Minuten später war es aber ebenjener Hounsiagama, der mit einer punktgenauen Flanke von rechts den eingerückten Jeremy Wachter fand. Dieser platzierte seinen Kopfball dann perfekt gegen die Laufrichtung von Herrmann und besorgte damit die 1:0-Führung. Zwei Zeigerumdrehungen später erzielte dann der agile Torben Krause die Vorentscheidung: Eine im Gewühl eher zufällig verlängerte Ecke von der rechten Seite musste er am zweiten Pfosten freistehend nur noch einschieben.
Pinneberg versuchte zwar nochmal den Anschluss herzustellen, doch auch die Einwechslungen von Stefan Kuhlmann und Flemming Lüneburg – nach ausgestandener Krankheit noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte und daher zunächst auf der Bank – konnten keine entscheidenden Impulse mehr setzen. Koyro hatte zwar noch eine gute Möglichkeit nach feiner Brustablage von Lüneburg, doch seinem Schuss stand noch ein Abwehrbein im Wege, so dass unter dem Strich ein verdienter Heimsieg für den TuS Osdorf heraussprang.
Coach Peter Wiehle wusste bereits vor dem Spiel, dass die Aufgabe gegen Pinneberg sehr unbequem werden würde, und konnte sich entsprechend freuen über die drei hart erkämpften Punkte: „Wir wussten, dass Pinneberg zunächst darauf bedacht sein wird, gut zu verteidigen. Es war ein Geduldspiel, das wir aber letztlich verdient gewonnen haben“. Pinnebergs „Aushilfs-Coach“ Patrick Bethke – vertrat den verhinderten Thorben Reibe – konnte zumindest feststellen, dass der Match-Plan lange sehr gut aufgegangen ist: „Die Idee war, Blume die Lust am Spiel zu nehmen. Das haben wir im Defensiv-Verbund sehr gut hinbekommen. Wir konnten lange die Null halten, bekommen dann aber ein blödes Gegentor, nachdem wir selbst zwei Chancen zur Führung hatten“. Denis Korte

TuS Osdorf – VfL Pinneberg 2:0 (0:0)
Osdorf:
Hencke – Trapp (29. Herbrand), Bonewald, Jobmann, Spranger – Hounsiagama (79. Barbarez), B. Krause, D’agata (86. Massoud), Wachter – T. Krause, Blume
Trainer: Peter Wiehle
Pinneberg: Hermann – D. Diaz Alvarez, Ellerbrock, Zimmermann, Zaman (75. S. Kuhlmann), L. Diaz Alvarez, Dora, Dirksen, Ay – Jania (71. Lüneburg), Koyro
Trainer: Patrick Bethke
Tore: 1:0 Wachter (69.), 2:0 T. Krause (71.)
Zuschauer: 220
Schiedsrichter: Thore Holst

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