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16.02.2015

HSV besiegt den FC St. Pauli im Stadtderby

Addo-Elf zieht an den Kiezkickern vorbei

Derbysieger: Siegtorschütze Merphi Kwato (re.) und Teamkollege Bibie Njie feiern das 2:1 über den FC St. Pauli. Foto: Schwarz

Jedenfalls eine gute Nachricht am Wochenende für den HSV. Nachdem der Bundesliga-Dino mit 0:8 bei den Bayern unter die Räder geriet und auch die U23 gegen den VfL Wolfsburg II den Kürzeren zog, gewannen die U19-Junioren der Rothosen das Stadtderby gegen den FC St. Pauli mit 2:1. Damit schob sich der HSV in der Bundesliga-Tabelle an den Kiezkicker vorbei auf Platz sieben.

Rosin vergibt Strafstoß

HSV-Trainer Otto Addo, für den es vielleicht vorerst das letzte Stadtderby als Trainer gewesen ist, freute sich nach dem Spiel entsprechend. „Im Endeffekt war der Sieg verdient. Zum Schluss hätten wir die Konter besser ausspielen müssen, dann wäre es früher entschieden gewesen.“ Sein Trainer-Kollegen Joachim Philipkowski schätzte die Partie ganz anders als Addo ein. „Es ist ein unverdienter Sieg für den HSV, denn wir haben besser gespielt als sie. Das Ergebnis ist natürlich bitter, auch weil wir den Strafstoß verschossen haben.“ Philipkowski machte dem Unglücksraben Dennis Rosin aber keinen Vorwurf. Der Mittelfeldspieler schoß beim Stande von 1:1 in der 57. seinen Strafstoß neben das Tor. Zuvor hatte Furkan Pinarlik clever gegen HSV-Kapitän Benjamin Safo-Mensah eingefädelt.

Kwatu erzielt entscheidendes Tor

Die Statistik zum Junioren-Derby

Das Stadtderby an der Hagenbeckstraße war allerdings kein spielerischer Leckerbissen. Die knapp 200 Zuschauer, unter ihnen auch HSV-Jugendkorrdinator Bernhard Peters und FC St. Pauli-Trainer Ewald Lienen, sahen etliche Abspielfehler und technische Unzulänglichkeiten. Der von vielen Maulwurfshügel maltratierte Untergrund trug auch nicht zur Verbesserung bei.

Aus dem Spiel heraus sollte dann auch nicht viel gehen. Der HSV ging nach einer Ecke in Führung. Andre Brancos brachte den Ball an den kurzen Pfosten, dort verlängerte Bibie Njie und am langen Pfosten netzte Dren Feka zum 1:0 ein. Mit dem Pausenpfiff glichen die Gäste dann aus. Einen Freistoß von Dennis Rosin klatschte an die Querlatte, den Abpraller drückte Michael Ambrosius über die Linie. Bei dieser Aktion sah HSV-Keeper Johannes Kreidl schlecht aus. Für das Siegtor des Hamburger SV war in Halbzeit zwei Merphi Kwatu verantwortlich, der einen Paß von Feka mustergültig einnetzte (70.).

Alexander Barklage

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